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BE SMART. BE ACTIVE. Wenn man nach Verletzungen nicht wieder in Bewegung kommt.

Personal Training nach Verletzungen mit Nina Prenner

Verletzungen zählen leider zum Alltag vieler Menschen – sei es durch Sportunfälle, Unfälle im Haushalt oder andere Ursachen. Die Erstversorgung erfolgt oft durch eine vorübergehende Ruhigstellung der betroffenen Stelle. Doch was viele nicht bedenken: Diese Immobilisation hat weitreichende Folgen für unser Bewegungssystem.


Nach einer Verletzung oder Erkrankung ist es oft unumgänglich, betroffene Körperteile vorübergehend ruhigzustellen, um sie zu schützen und den Heilungsprozess zu fördern. Das kann entweder durch einen Gips, eine Schiene oder eine bestimmte Körperhaltung erfolgen. Wie lange die Immobilisation dauert, ist abhängig von der Art der Verletzung sowie ihrem Ausmaß abhängig und  beträgt entweder einige Tage oder aber mehrere Wochen. Grundsätzlich gilt: Je länger Belastungsreize ausbleiben, desto länger dauert auch der anschließende Regenerationsprozess.


Obwohl eine Ruhigstellung oft notwendig ist, hat sie langfristige und nicht zu unterschätzende Folgen für unseren Bewegungsapparat. Muskeln, Knorpel, Bänder, Sehnen und Knochen reagieren alle auf diese Immobilisation und können dabei erhebliche Funktionseinbußen erfahren. Rehabilitatives Training spielt in diesem Zusammenhang eine entscheidende Rolle, um verlorene Funktionen wiederzugewinnen und die Lebensqualität zu verbessern.


BE INFORMED. Wie Inaktivität Muskulatur, Gelenke und Knochen beeinflusst.

Eine der Hauptfolgen der Immobilisation betrifft die Muskulatur. Schon nach kurzer Zeit der Ruhigstellung kommt es zu einem drastischen Rückgang der Muskelmasse und -kraft. Besonders betroffen sind die Muskeln im Bereich der Ober- und Unterschenkel. Die Folgen sind weitreichend: eine verminderte Kraftentwicklung, ein gestörter Muskelstoffwechsel und eine längere Regenerationsphase.


Aber nicht nur die Muskulatur leidet unter Immobilisation. Auch der Gelenkknorpel, die Bänder, Sehnen und sogar der Knochen zeigen deutliche negative Veränderungen. Die Ernährung des Gelenkknorpels wird durch Bewegung gewährleistet. Bleibt diese aus, kommt es zu einem Abbau des Knorpelgewebes und damit zu Arthrose-typischen Veränderungen. Bänder und Sehnen verlieren an Belastbarkeit und Flexibilität, was die Gelenkstabilität gefährden kann.

 

Auch das Sehnen- und Bandgewebe, das wenig durchblutet ist, zeigt nach einer längeren Ruhephase infolge einer Verletzung erhebliche Veränderungen. In der Gelenkkapsel führt der Mangel an Bewegungsreizen und die damit verbundene verringerte Gefäßversorgung zu einer Einschränkung der Durchblutung. Zusätzlich führt die mangelnde Bewegung zu einem Schrumpfen der Kapsel und einem Rückgang der Gelenkbeweglichkeit.


Sogar der Knochen zeigt einen Verlust an Dichte und Festigkeit. Eine längere Ruhigstellung führt zu Veränderungen in seiner Struktur und Funktionsfähigkeit. Das Ausbleiben mechanischer Belastungsreize führt zu einer verminderten Aktivität von Knochenzellen, was wiederrum einen unkontrollierten Knochenabbauprozess und Demineralisierung zur Folge hat. Das kann langfristig zu einem Knochenmasseverlust und der Entwicklung von Osteoporose führen.


BE CAREFUL. Wiederherstellung des Bewegungsapparates.

Um die Wundheilung optimal zu unterstützen, ist es wichtig, verschiedene Faktoren zu berücksichtigen, die sowohl einen negativen als auch einen positiven Einfluss auf den Heilungsprozess haben können.

Nach Verletzungen ist eine vorübergehende Ruhigstellung oft unumgänglich, doch sie hat weitreichende Auswirkungen auf Muskulatur, Gelenke und Knochen.

Das rehabilitative Training ist ein wichtiger Bestandteil der Heilung nach Verletzungen oder operativen Eingriffen. Es hilft nicht nur dabei, die körperliche Leistungsfähigkeit wiederherzustellen, sondern trägt auch zur Vermeidung von Beschwerden und Funktionseinbußen bei. Mit gezielten Übungen können die Funktionen wieder optimal wiederhergestellt werden. Betroffene können so schneller und sicherer ohne Einschränkungen und Schmerzen in ihren Alltag und zu ihren sportlichen Leidenschaften zurückkehren.

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